
Das mit dem Hedonismus haben sie ja drauf. Nicht nur, dass ihr aktuelles Album The New International Sound Of Hedonism heißt. Auch in ihren Texten geht es bei Jaya the Cat nicht selten um die Lust am Leben in Verbindung mit mehr oder weniger legalen Rauschmitteln. Wobei die Ska-Rock-Rastafari ja in Holland residieren, wo man es mit derlei Dingen dem Klischee zufolge weniger genau nimmt als hierzulande.
Nun mag man zum Hedonismus als grundsätzliche Lebensmaxime stehen, wie man will - für einen unfassbar gelungenen Konzertabend ist er eine verdammt gute Grundlage. Deshalb betraten wir den Kaiserkeller unter der Großen Freiheit mit dem sicheren Gefühl, es könne nichts schiefgehen. Und siehe: Es ging nix schief.

Bei meinem nunmehr fünften Besuch eines Konzertes von Jaya the Cat präsentierte sich die Band gut wie nie. Diese herrliche Mischung aus Ska und Reggae und Rock ging Geoff "Rübezahl" Lagadec und seinen Jungs an diesem Abend derart leicht und spielfreudig von Händen und Lippen, dass es ein Fest war. Das Publikum inklusive uns gröhlte, hüpfte und schwitzte sich in einen Rausch. Mehr will ich dazu gar nicht schreiben, detailliertere Beschreibungen würden denen gleichen, die ich schon hier und hier abgab.

Komplettiert wurde das von der "Besten Vorband der Welt", wie wir sie nennen: Urban Majik Johnson. Das ist eine Combo aus Hamburg-Hamm, die mich mit ihrem interessanten Metal-Funk-Crossover-Irgendwas auf eine mir nicht immer vollständig nachvollziehbare Weise fasziniert. Die Jungs machen einfach unglaublichen Spaß, auch wenn sie es wahrscheinlich nie weit über den Status einer Vorband hinaus schaffen werden. Aber wen stört das schon, Hauptsache es rockt.
Ein wahnsinniger Konzertabend, der nur eine Note verdient: 1+









Waren die Foo Fighters eigentlich schon mal hier im Freitagsvideo? Nicht? Das ist ebenso wenig zu erklären wie zu entschuldigen und wird deshalb heute nachgeholt. Bei YouTube findet sich neben vielen Videos der Band auch das gesamte aktuelle Album Wasting Light, live gespielt und gefilmt in einem Studio. Das ist, mal abgesehen vom ziemlich versifften Pyjama-Look des Schlagzeugers, ne ziemlich geile Sache. Wer sich auf diese Weise das gesamte Album anhören und -sehen möchte, gibt einfach "foo fighters 606" in die YouTube-Suche ein. Als Appetithäppchen gibt es hier heute den wirklich sehr schönen Song Walk. Bittesehr.

