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  • Musik gesehen (11): Jaya the Cat

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    Das mit dem Hedonismus haben sie ja drauf. Nicht nur, dass ihr aktuelles Album The New International Sound Of Hedonism heißt. Auch in ihren Texten geht es bei Jaya the Cat nicht selten um die Lust am Leben in Verbindung mit mehr oder weniger legalen Rauschmitteln. Wobei die Ska-Rock-Rastafari ja in Holland residieren, wo man es mit derlei Dingen dem Klischee zufolge weniger genau nimmt als hierzulande.

    Nun mag man zum Hedonismus als grundsätzliche Lebensmaxime stehen, wie man will - für einen unfassbar gelungenen Konzertabend ist er eine verdammt gute Grundlage. Deshalb betraten wir den Kaiserkeller unter der Großen Freiheit mit dem sicheren Gefühl, es könne nichts schiefgehen. Und siehe: Es ging nix schief.

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    Bei meinem nunmehr fünften Besuch eines Konzertes von Jaya the Cat präsentierte sich die Band gut wie nie. Diese herrliche Mischung aus Ska und Reggae und Rock ging Geoff "Rübezahl" Lagadec und seinen Jungs an diesem Abend derart leicht und spielfreudig von Händen und Lippen, dass es ein Fest war. Das Publikum inklusive uns gröhlte, hüpfte und schwitzte sich in einen Rausch. Mehr will ich dazu gar nicht schreiben, detailliertere Beschreibungen würden denen gleichen, die ich schon hier und hier abgab.

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    Komplettiert wurde das von der "Besten Vorband der Welt", wie wir sie nennen: Urban Majik Johnson. Das ist eine Combo aus Hamburg-Hamm, die mich mit ihrem interessanten Metal-Funk-Crossover-Irgendwas auf eine mir nicht immer vollständig nachvollziehbare Weise fasziniert. Die Jungs machen einfach unglaublichen Spaß, auch wenn sie es wahrscheinlich nie weit über den Status einer Vorband hinaus schaffen werden. Aber wen stört das schon, Hauptsache es rockt.

    Ein wahnsinniger Konzertabend, der nur eine Note verdient: 1+

  • Wie ich Fotos mache

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    "Fotografiere jedes Mal, wenn dein Herz und dein Verstand ein schönes Motiv sehen!"

    Dieser schöne Satz stammt aus diesem Interview bei ZEIT Online. Es ist ein Loblied auf die Fotografie mit dem Smartphone. Sie wird ja, analog zu den Schimpftiraden der alten Printmedien auf die neue Online-Medienwelt, von den Verfechtern der "richtigen" (Spiegelreflex- oder sonstwie althergebrachten) Fotografie zuweilen als der Untergang des Abendlandes angesehen.

    Ich hingegen bin ihr verfallen. Es ist einfach toll, in fast jeder Lebenslage nur einmal in die Hosentasche langen zu müssen, um dann einen schönen Moment oder Anblick festhalten zu können. Oft ertappe ich mich schon dabei, wie ich die richtige Kamera, obwohl ich sie dabei habe, im Rucksack lasse und mit dem Telefon fotografiere - manchmal, weil es so einfach ist, manchmal, um das Bild direkt bearbeiten zu können.

    Solche Bilder wie der obigen Schnappschuss am Ufer des Inn in Passau sind Belege, welch schöne Bilder dabei herausspringen können - unter anderem hier in meinem Blog und auch anderswo zu sehen. Und das schnelle und einfache Bearbeiten, das per Smartphone durch die entsprechenden Apps möglich ist, gibt uns die Möglichkeit, Bilder schöner zu machen und ihnen einen ganz eigenen Stil zu verleihen.

    Noch schöner ist es, wenn es durch Communities wie die bei Instagram möglich wird, sich mit Gleichgesinnten austauschen, Tipps und Tricks geben und von anderen Ideen inspirieren lassen zu können. Und über eine schnöde App und ein paar Fotos im Web 2.0 lernt man so neue Menschen kennen, mit denen man dann eines Tages ganz in echt durch die Straßen zieht, um gemeinsam zu fotografieren. So geschah es neulich bei einem famosen InstaWalk durch die Hamburger Hafencity. Die dabei entstandenen Bilder seht Ihr hier.

  • Béla und die Asozialen

    Das ist ja wirklich ein herrlicher Artikel über unser aller Lieblings-TV-Fußballkommentator Béla Réthy, über den ich da heute gestolpert bin. Darin ereifert er sich über die vielen Menschen, die seine "Leistungen" am Mikrofon im Internet - in den "asozialen Netzwerken", wie er es nennt - beurteilen.

    Solcherlei Kritik scheint für ihn neu zu sein. Kein Wunder, stützt er doch die Beurteilung seiner Arbeit offenbar bisher überwiegend aus "persönlichen Gesprächen", in der "positive Reaktionen überwiegen". Bekannte und Kollegen reden ja von Angesicht zu Angesicht in solchen Situationen stets Tacheles. Man kennt das. Die Kritik im Internet sei da nur ein "Ölfleck im Ozean".

    Eine solch schiefe Wahrnehmung erklärt natürlich einiges im Hinblick auf seine Fußballkommentare. Es ist ihm wohl nicht klar, dass das, was er nun im Internet liest, nur ein Abbild dessen ist, was die Menschen seit Jahrzehnten in tausenden Wohnzimmern über seine Arbeit denken. Aber das ist natürlich irrelevant gegenüber ein paar privaten Lobhudeleien. Ölfleck und Ozean und so.

    Der Ölfleck, von dem er da spricht, muss der sein, der sich am Mittwoch mal wieder auf seiner Brille befand. Minutenlang wunderte Réthy sich da, dass Barcelonas Bartra nicht ohnmächtig zu Boden sank, nachdem er einen strammen Schuss abbekommen hatte. Einen Schädel aus Stahl müsse er haben, mutmaßte Réthy, um nach so einem Kopftreffer ungerührt einfach weiterspielen zu können. Was uns da schon in mehreren Zeitlupen deutlich gezeigt wurde: Bartra hatte den Ball gegen die Schulter bekommen.

    Nun aber noch etwas zu Réthys Ehrenrettung. Da ich selbst kein Sky habe, komme ich nur selten zu dem Vergnügen, Marcel Reif kommentieren zu hören. Den fand ich früher richtig klasse. Seit dem Dortmund-Spiel am Dienstag weiß ich: Inzwischen ist Réthy im Vergleich halbwegs erträglich.

    Nachtrag: Dass Marcel Reif mit Kritik 2.0 ähnlich umgeht, überrascht nicht. Dass Frank Buschmann weiß, wie's funktioniert, auch nicht.

  • Bilder aus April 2013

    Im März gab's noch Schnee, nun ist der Frühling gekommen, wie schön. Blauer Himmel allerorten deshalb in den April-Monatsbildern. Eine Fototour durch Speicherstadt und Hafencity lieferte famose Motive, zwei davon gibt es jetzt hier, weitere folgen an anderer Stelle.

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    Die Kehrwiederspitze im warmen Frühlingslicht

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    Mein werktagsmorgendliches Allermöhe-Panorama

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    Saisoneröffnung: Der Hansa-Park hat uns wieder

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    Zu Tag und Wetter passende Hausbeschriftung in der Speicherstadt

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    Frühlingsblütenpracht in Börnsen

  • Musik gesehen (10): Bosse

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    My lovely Mr. Singingclub. Der Bursche kann Parties feiern. Ich war ja zum ersten Mal bei einem Konzert von Bosse. Und das mehr aus Gefälligkeit, weil ich meinem Schatz die Karten schenkte. Die Musik fand ich ansonsten bisher ganz nett, durchaus anhörbar. Also ungefähr so, dass es mir kein allzu großes Opfer abverlangte, da mitzugehen, aber übermäßig hohe Erwartungen hatte ich eben auch nicht.

    Gleichzeitig hatte ich aber immer noch die Schwärmereien meiner besseren Hälfte im Ohr, die als Bosse-Fan schon zuvor das Vergnügen eines Konzerts hatte und beschrieb, der gute Axel würde mächtig abrocken auf der Bühne. Und siehe: Das tat er. Und nicht nur er, denn das sehr erwartungsfreudige und textsichere Publikum war ebenfalls kaum zu bremsen. Was mich verwunderte, denn der Haufen, der sich da in der Großen Freiheit 36 versammelte, sah irgendwie nach Langweilern aus. Aber sie kamen mächtig in Schwung.

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    Das liegt nicht nur an der Musik des Herrn Bosse, auf die ich gleich noch komme, sondern auch an seinen Qualitäten als Entertainer. Er ist sich nicht zu schade, schon beim zweiten Song auf Tuchfühlung mit den Fans zu gehen und einmal quer durch die Menge zu, ähm, hotten. So würde ich seinen Tanzstil mal bezeichnen, den er selbst auch ähnlich kritisch beurteilt. Schließlich sollte jeder was von seinen zu diesem Zeitpunkt schon komplett durchgeschwitzten Klamotten haben.

    Also, wie gesagt: Ganz der Entertainer, der Bosse. Später tanzt er dann auch noch auf dem Tisch vor der Bar und belebt die Zeit zwischen den Songs mit allerlei Gags. Sehr unterhaltsam, das Ganze.

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    Aber natürlich würde das bei mäßiger Musik nur halb funktionieren, deshalb trug auch der Bosse-Sound maßgeblich zur guten Stimmung bei. Sein sehr eingängiger Deutsch-Songwriter-Pop zusammen mit seiner charismatischen Stimme und der starken Performance seiner Band geht gut in die Beine. Das ganze Konzert groovt mit einer guten Mischung aus echten Tanznummern und eher langsameren, nachdenklichen Songs.

    Ich kann da wirklich nix meckern. Das war ein rundum gelungener Konzertabend, der einfach Spaß gemacht hat. Bosse gelingt es, mit seiner positiven, angenehmen und tanzbaren Musik und seinem Auftritt die Leute fröhlich und ausgelassen feiern zu lassen. Note: 2+

    Für alle, die Bosse noch nicht kennen, hier ein aktuelles Songbeispiel:

  • Geh' - FV XXVII

    FV_Logo_orangeWaren die Foo Fighters eigentlich schon mal hier im Freitagsvideo? Nicht? Das ist ebenso wenig zu erklären wie zu entschuldigen und wird deshalb heute nachgeholt. Bei YouTube findet sich neben vielen Videos der Band auch das gesamte aktuelle Album Wasting Light, live gespielt und gefilmt in einem Studio. Das ist, mal abgesehen vom ziemlich versifften Pyjama-Look des Schlagzeugers, ne ziemlich geile Sache. Wer sich auf diese Weise das gesamte Album anhören und -sehen möchte, gibt einfach "foo fighters 606" in die YouTube-Suche ein. Als Appetithäppchen gibt es hier heute den wirklich sehr schönen Song Walk. Bittesehr.

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